
Räuchern hat eine uralte Tradition und wird auch heute noch zu bestimmten Zeiten, wie z.B. in den Rauhnächten angewandt. Man kann Räume physisch reinigen – also aufräumen, ausmisten und saubermachen – aber auch auf energetischer Ebene. Alte Energien, die uns nicht mehr nützlich sind, dürfen gehen.
Gute „Anlässe“ zum Räuchern sind:
•Umzug oder Neubau
•Nach einer Krankheit, Trennung oder einem Verlust
•Nach Firmengründungen oder -übergaben an die nächste Generation
•Nach einem Einbruch, einer Überschwemmung oder ähnlichem
•Wenn man das Gefühl hat, die Energie im Raum stimmt nicht.
Der Jahreswechsel rund um die Rauhnächte (zwölf Nächte zw. Weihnachten und Heilige Drei Könige) gilt als guter Zeitpunkt: man kann Vergangenes abschließen und hat die Möglichkeit, einen Neuanfang einzuläuten.
Wie sollte man bei einer energetischen Raumreinigung vorgehen?
•Zunächst einmal solltest du den Raum od. die Räume von altem Ballast befreien, das heißt aufräumen, ausmisten (alles, was du über einen längeren Zeitraum nicht gebraucht oder benutzt hast, kann weg) und putzen. Öffne zwischendrin immer mal wieder die Fenster.
•Organisiere dir Räuchermaterial! Am einfachsten und für „Räucherneulinge“ am besten geeignet ist meines Erachtens Weißer Salbei. Er gilt als der Klassiker unter den Reinigern. Er kann alte Energien klären und bringt neue Frische ins Haus. Gerade nach Krankheit, Umzug oder Streit ist er bestens geeignet. Oft wird er als Räucherbündel/ smudge stick angeboten.
•Verteile in jeder Ecke und in der Mitte des Raums eine Handvoll grobes Salz. Du kannst Meersalz oder Salz aus den Bergen benutzen – je nachdem, was dir eher zusagt oder was gerade verfügbar ist. Wenn du Bedenken hast, dem Fußboden zu schaden, leg etwas Zeitungspapier darunter.
•Wenn du magst, richte dir einen kleinen Altar ein (das kann auch der Esstisch oder eine kleine Kommode sein) und entzünde eine Kerze. Bitte die Feuer-Energie dich bei deinem Vorhaben, den Raum energetisch zu reinigen, zu unterstützen.
•Ich persönlich bin beim Räuchern gern allein und ungestört. Du kannst dir aber auch eine vertraute Person zur Unterstützung dazu holen.
•Schließe nun alle Fenster und Türen.
•Zünde deinen Räucherbündel an, laufe langsam durch den Raum und verteile den Rauch mit einer Feder oder mit der Hand. Oft wird empfohlen, im Uhrzeigersinn zu laufen, aber ich glaube es macht mehr Sinn, wenn du dich intuitiv durch den Raum bewegst.
•Du kannst nun auch eine Trommel,
eine Klangschale oder laute Musik
dazu nehmen od. klatschen,
um die negativen Energien zu vertreiben.
Oder sing ein Mantra – dein Bauchgefühl
wird dich leiten und dir sagen, was
das Richtige für dich ist.
•Nimm dir im Anschluss noch ein paar Minuten Zeit, setz dich auf dein Meditationskissen und bedank dich bei deinem Raum. Das könnte zum Beispiel so lauten: „Möge alles Dunkle, alles, was uns nicht mehr dient, aus den Räumen jetzt verschwinden. […] Möge der Raum in einem neuen frischen, leuchtenden Glanz erstrahlen und uns Frieden, Ruhe und Kraft schenken. Danke.“ (aus Ruland, Jeanne: Das Geheimnis der Rauhnächte, Schirner Verlag, 2022, S.59)
•Lüfte nun gut durch und spüre die Veränderung in dir und deinem Zuhause..
Verfasserin: Sylvia Böttcher, November 25




